"Trinkwasser - Abwasser, eigenständige Lösungsmöglichkeiten auf Grundstücken"

Abbildung Buchcover

Taschenbuch - Herausgeber:

Verband Deutscher Grundstücksnutzer e.V. (VDGN)

in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. H. Löffler, Dresden.

Bezug des Taschenbuches beim: VDGN zum Preis von 6.50 € zuzüglich 1 € Versandkosten.

Bestellung: Telefonisch -030/5148880 oder schriftlich - VDGN, Irmastraße16, 12683 Berlin - o.g. Buchtitel

ISBN 978-3-937080-32-1

Kurze Angaben zum Inhalt:

1. Ausgangssituation

Beim heutigen Kenntnis- und Entwicklungsstand ist es unter Berücksichtigung der Größe und Belegung von Wohngrundstücken im ländlichen Raum, sowie in großzügigen Wohnsiedlungen urbaner Ballungsräume, sinnvoll und möglich die dem Grundstück zur Verfügung stehenden offenen und versiegelten Flächen für die Errichtung autarker Lösungen beim Gebrauch von Wasser zu nutzen.

Bezüglich der Wassermengenbilanz gilt für hinreichend große Grundstücke:

Niederschlagsmenge und Verdunstung reichen unter Einbeziehung sinnvoller Wassermehrfachnutzungen zur eigenen Ver- und Entsorgung des benötigten und genutzten Wassers aus.

Die Gewährleistung der Wassergüteansprüche gelingt durch:

Zweckgebundenen Wassereinsatz in Verbindung mit bewährten hocheffizienten Aufbereitungstechnologien für unterschiedliche Wasserqualitäten des häuslichen Bereichs.

Als Konsequenz hieraus werden:

Die Hintergründe für diese Entwicklung sind zu sehen in:

2. Lösungskonzept

Das Lösungskonzept für den Wassergebrauch eines Grundstücks orientiert auf die Erzeugung folgender 3 Wasserqualitäten auf diesem :

Alles aus dem Haushalt übrig bleibende Wasser wird letztlich als Bewässerungs-wasser genutzt und verdunstet - bis auf eine geringe Restmenge, die in das Pflanzensubstrat eingeht.

Die Bewässerung erfolgt unter Berücksichtigung von Klima, Boden (Wasserhaltevermögen/Feldkapazität) und Pflanzen-Kulturen entsprechend Bewässerungsrichtlinien, d. h. ohne Speisung des Grundwassers, wie das andernfalls bei einer unkontrollierten sog. "Wasserverregnung" der Fall wäre.

3. Wirtschaftlichkeit

An vier ausgewählten Modellfällen, die 1. vorwiegend technische und 2. vorwiegend naturnahe Aufbereitungstechnologien beinhalten wurden für Einzelgrundstücke mit 4 Personen und alternativ für Grundstücksgruppen mit 24 Personen, Investitionskosten und Betriebskosten - beispielhaft und nachvollziehbar - berechnet und mit Mittelwerten zentraler Lösungen in der BRD verglichen.

Danach liegen die autarken Lösungen in den Investitionskosten bezogen auf einen Einwohner in allen Varianten unter den Durchschnittswerten zentraler Lösungen. Bezüglich der Betriebskosten zeichnet sich bis auf eine Ausnahme das gleiche Bild ab. Die Ausnahme bilden z. Zt. noch Einzelgrundstücke mit 4 Personen bei vorwiegend technischen Lösungen. Die Ursache liegt in behördlich geforderten Kontrollen von 3 mal im Jahr. Der Trend orientiert aber auf 2 Kontrollen; dann liegt auch diese Gruppe betriebskostengünstiger als der Durchschnitt zentraler Lösungen.

4. Rechtliche Situation

Den gesetzlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern gelingt es mit unterschiedlichem Tempo eine naturgemäß verzögerte Anpassung an den wissenschaftlich-technischen Fortschritt zu erreichen. Auch die Meinungsbildung der Entscheidungsträger für die bürgernahe Umsetzung optimaler technischer Lösungen ist nicht frei von Einflüssen der etablierten Ver- und Entsorger. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass in Einzelfällen den gewünschten autarken Lösungen der Anschluss- und Benutzungszwang der Ver- und Entsorger entgegen gehalten wird. Grundsätzlich kann aber festgestellt werden, dass ein organisiertes und zeitnahes Engagement der Grundstückseigentümer und Siedler, gegebenenfalls unter Mitwirkung ihrer Verbände, dort hilfreich ist, wo andernfalls durch Fehlentscheidungen die Gefahr besteht, wirtschaftliche dezentrale Lösungen auf viele Jahrzehnte durch langlebige zentrale Lösungen zu verbauen.

Hinweise: Die Hierarchie der Gesetzgebung ist zwingend einzuhalten; die sich auf in diesem Sinne ungedeckte Satzungspassagen der Zweckverbände stützende Rechtssprechung von Verwaltungsgerichten wird, mit großer Regelmäßigkeit in den Berufungsverfahren von den Oberverwaltungsgerichten (OVG) aufgehoben. Zu orientieren ist sich am Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das bereits 1998 formuliert hatte:

Aus dem Rechtstaatprinzip und der bundesstaatlichen Kompetenzordnung folgt, dass ein Satzungsgeber keine Regelungen mit Lenkungswirkung treffen darf, die der Konzeption eines Bundesgesetzes zuwiderlaufen. Dies ist nicht nur der Fall, wenn der Satzungsgeber Regelungen trifft, deren Inhalt unmittelbar im Widerspruch zum Inhalt bundesrechtlicher Normen steht, sondern auch dann, wenn mit den ortsrechtlichen Regelungen eine Lenkungswirkung bewirkt oder bezweckt wird, die mit den bundesrechtlich verfolgten Zwecken kollidiert.

Nach der Auswertung einer Vielzahl von Rechtssprechungen in zweiter Instanz (Oberverwaltungsgerichte) können zusammenfassend folgende Möglichkeiten der Befreiung bei autarken Lösungen festgehalten werden:

Fazit: Die gehobene Rechtsprechung urteilt deutlich erkennbar in Überein-stimmung mit der Bundesgesetzgebung und dem durch die EU vorgegebenen Rahmen zur Schonung der Ressourcen. Unzulässige Festlegungen in den Satzungen, die vorwiegend das fiskalische Interesse der Verbände bedienen und auf hohe Wasserinanspruchnahme für Zwecke abzielen, die keiner Trinkwasser-qualität bedürfen, haben letztlich keinen Bestand.

Die OVG'e entscheiden im Sinne des Minimierungsgebots für Aufwand und Umweltbelastung. Das entspricht genau dem Anliegen der dezentralen Ver- und Entsorgung.

5. Schlussbemerkung

Es ist verständlich, dass die Inangriffnahme autarker Lösungen im vorbeschriebenen Sinne einer gründlichen Vorbereitung bedarf.

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer e.V., hat sich deshalb entschlossen das von Prof. Dr. H. Löffler (ehem. TU Dresden) hierzu verfasste Taschenbuch - mit dem Titel "Trinkwasser-Abwasser, eigenständige Lösungsmöglichkeiten auf Grundstücken" - als "Ratgeber" herauszugeben. Auf ca. 130 Seiten mit über 50 Abbildungen wird der Leser in die Lage versetzt, die Vorbereitungen für eine eigene Lösung gezielt voranzutreiben.

Der Autor verfügt über 50 Jahre Praxis in der Planung, Forschung, Lehre und Consulting auf den Gebieten Wasserversorgung, Industriewasserwirtschaft und Optimierung der Abwasserentsorgung im ländlichen Raum.

Im Vorwort von Prof. Dr. J. Spitz (Hessen), der als Nuklear- und Ernährungsmediziner das Konzept der "Integralen Prävention" des Europäischen Gesundheitsnetzwerkes unterstützt, wird das Buch als wirksame Hilfe zur Selbsthilfe begrüßt und empfohlen als: "Pflichtlektüre für alle Architekten und Angehörige von Behörden, die mit der Verwaltung des Lebensmittels Wasser zu tun haben."

6. links

www.Nutzwasserwert.de

biofilt.de

www.dezentrales-abwasser.de

abwasserfreies Grundstück - kein Anschluss- und Benutzungszwang